Interview in Suddeutsche Zeitung

München – Es geht um unsere Würde, sagt sie. Unsere digitale Würde, die täglich angegriffen wird. Aus unterschiedlichen Motiven, abermit ähnlichenMethoden, sei es von Trump-Anhängern in den USA, von Nationalisten in Norwegen, von religiösen Fanatikern in Indien oder von Neonazis in Deutschland. „Hate speech“ ist zu einem gängigen Begriff geworden, denn täglich werden Menschen im Internet abgewertet, undlängst fördern rassistische, antisemitische oder sexistische Hasskommentare auch reale Gewalt, sagt Sahana Udapa. Die Anthropologin stammt aus Bangalore, der indischen Hightech-Metropole, und sie forscht in München über die Auswirkungen von Hassreden auf die Gesellschaft. „Das Internet bietet unglaubliche Chancen“, sagt sie, „mein Job ist es, die dunkle Seite zu beleuchten.“

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